TOTEM
95L
UNIVERSELLE KOLONNENBRENNEREI
PRÄZISE INGENIEURTECHNISCHE KONSTRUKTION, UNIVERSELL EINSETZBAR, SCHNELL, KOSTENEFFIZIENT, EINFACHE BEDIENUNG, PROFESSIONELLE QUALITÄT
TOTEM ist unser standardmäßiges, stehendes Modell mit Destillationskolonne. Damit lässt sich in einem Destillationsvorgang ein Destillat mit hohem Alkoholgehalt gewinnen. Dank dieser Technologie und der präzisen Regelbarkeit entsteht ein klares und aromatisches Endprodukt. Perfekt für den privaten Gebrauch und als Einstiegsmodell für Mikrodestillerien.
Technische Parameter
KAPAZITÄT
95 Liter
NETTOKAPAZITÄT
min. 30 Liter / max. 80 Liter
ABMESSUNGEN
Höhe: 234 cm, Länge: 100 cm
GEWICHT
100 kg
MATERIAL
Edelstahl 1,5 mm, Kupfer 2 mm
DURCHSCHNITTLICHE DESTILLATIONSDAUER
2 Stunden
HEIZMETHODE
Gas / elektrisch
DURCHSCHNITTLICHER ABV
80–85 % (max. 92 %)
HERSTELLBARE PRODUKTE
Brandy, Gin, Whisky
ELEKTRISCHE ANFORDERUNGEN
9 kW dreiphasig 380 V (3×16 A) / 12 kW dreiphasig 380 V (3×20 A)
Technische Parameter
KAPAZITÄT
100 Liter
NETTOKAPAZITÄT
min. 30 Liter / max. 80 Liter
ABMESSUNGEN
Höhe: 234 cm, Länge: 100 cm
GEWICHT
100 kg
MATERIAL
Edelstahl 1,5 mm, Kupfer 2 mm
DURCHSCHNITTLICHE DESTILLATIONSZEIT
2 Studen
HEIZMETHODE
Gas / elektrisch
DURCHSCHNITTLICHER ABV
80–85 % (max. 92 %)
HERSTELLBARE PRODUKTE
Brandy, Gin, Whisky
ELEKTRISCHE ANFORDERUNGEN
9 kW dreiphasig 380 V (3×16 A) / 12 kW dreiphasig 380 V (3×20 A)
Hervorgehobene Eigenschaften
DOPPELWANDIGER WASSERMANTEL-KESSEL
Das Bain-Marie-System, auch als Wassermantel- bzw. doppelwandiger (Wasserbad-)Kessel bezeichnet, ist eine der besten und sichersten Methoden zum Erhitzen der Maische. Der Druck im Mantelraum kann mithilfe eines Sicherheits- und Druckregelventils mit Federmechanismus auf bis zu 0,5 bar erhöht werden. Dadurch erreicht der Siedepunkt des Wassers 110 °C. Die Temperatur des inneren Kessels, der mit der Maische in Kontakt steht, kann dadurch ebenfalls bis zu 110 °C erreichen, sodass die Maische nicht anbrennt. Gegen Ende der Destillation kann die Temperatur der Maische auf etwa 100 °C erhöht werden. Die Wärmeübertragung erfolgt indirekt, und der Kesselboden ist abgerundet ausgeführt.
Material: AISI 304 / KO33 / W. Nr. 1.4301, hochlegierter Chrom-Nickel-Stahl, lebensmittelechter Edelstahl.
HEIZELEMENTE, ELEKTRISCHER SCHALTSCHRANK
Zwei kupferbeschichtete elektrische Heizelemente mit einer Leistung von jeweils 4,5 oder 6 kW sind direkt in den Wassermantel eingetaucht. Dadurch erwärmt sich der Wassermantel deutlich schneller, sodass die Maische schneller zum Sieden gebracht wird als bei anderen Anlagen. Der Betrieb der Heizelemente lässt sich über den elektrischen Schaltschrank präzise regeln. Der Heizkreis eines der Heizelemente ist in drei separate Stromkreise unterteilt, die am Schaltschrank einzeln zugeschaltet werden können. Zusätzlich steht ein Potentiometer zur Verfügung, mit dem sich die Heizleistung im Bereich von 0–2 kW feinjustieren lässt.
Eine präzise Regelung der Heizleistung ist unerlässlich, um das Gleichgewicht der Kolonne während des gesamten Destillationsprozesses aufrechtzuerhalten.
Der elektrische Schaltschrank ist Bestandteil der PK95L-Einheit.
Heizoptionen:
12 kW (3×20 A) 380 V – (bei 80 Litern Maische ca. 40 Minuten bis zum Erreichen des Siedepunkts)
9 kW (3×16 A) 380 V – (bei 80 Litern Maische ca. 70 Minuten bis zum Erreichen des Siedepunkts)
Dreiphasige Stromversorgung erforderlich!
RÜHRWERKSMOTOR
DIGITALE THERMOMETER
Wir verwenden digitale Thermometer mit einer Genauigkeit von einem Zehntelgrad zur Messung der Temperatur der Maische und des Dephlegmators, da bereits Abweichungen von wenigen Zehntelgraden einen erheblichen Einfluss auf den Geschmack des Endprodukts haben können. Am Kühler befindet sich ein analoges Thermometer, da die Temperatur des Kühlwassers in einem Bereich von etwa 20 °C gehalten werden muss.
Maischethermometer:
Der Sensor ragt direkt in den Innenraum des Kessels hinein. Dadurch lässt sich der Anstieg der Maischetemperatur während der Aufheizphase sowie das Erreichen des Siedepunkts präzise verfolgen.
Dephlegmator-Thermometer:
Die kontinuierliche Überwachung der Temperatur des austretenden Dampfes ist unerlässlich für die präzise Regelung des Dephlegmators und damit für die bestmögliche Qualität und den optimalen Geschmack des Endprodukts.
KUPFERDOM UND EINFÜLLTÜR
Kupferdom:
Gefertigt aus 2 mm starkem, sauerstofffreiem Kupfer mit einem Kupfergehalt von mehr als 99,90 %. Auf dem Rand des Kessels befindet sich lebensmittelechtes Silikon, das eine perfekte Abdichtung zwischen Kupferdom und Kessel gewährleistet.
Einfülltür mit Sichtfenster:
Die Maische wird über einen Trichter aus Edelstahl durch die Einfülltür in den Kessel eingefüllt. Auch die Reinigung des Kessels kann mithilfe eines Schlauchs durch diese Öffnung erfolgen. Das Sichtfenster ermöglicht die kontinuierliche Beobachtung der Vorgänge im Kessel.
Durchmesser der Einfülltür: 120 mm.
KOLONNE
Kolonnendurchmesser:
114 mm
Demontierbare Kolonnenelemente:
Die gesamte Kolonne kann demontiert werden und lässt sich dadurch einfach reinigen.
Modulare Flanschverbindungen:
Die einzelnen Kolonnenelemente werden durch Ringe (Flansche) miteinander verbunden und mit 5 mm starken Schrauben befestigt.
Bodenkolonnensektion (Verstärkungsböden):
Sie besteht aus Böden mit entsprechend angeordneten Öffnungen und einem Überlauf. Der Überlauf bestimmt und gewährleistet die maximale Flüssigkeitshöhe auf den Böden, die kontinuierlich kontrolliert und reguliert werden kann. Je höher der Flüssigkeitsstand, desto konzentrierter das Destillat. Durch Absenken des Flüssigkeitsstands oder das Deaktivieren eines Bodens können „schwerere“ Aromakomponenten leichter in das Destillat gelangen.
LED-Beleuchtung:
Für eine bessere Sichtbarkeit ist auf der Rückseite der Kolonnensektionen eine LED-Beleuchtung installiert, deren Farbe per Fernbedienung eingestellt werden kann.
DEPHLEGMATOR
Ein Teilkondensator, der dafür sorgt, dass eine geeignete Menge des in der Kolonne aufsteigenden Dampfes kondensiert und wieder von der Dampf- in die Flüssigphase übergeht. Im Inneren des Dephlegmators befinden sich 9 Rohre, durch die der Alkoholdampf strömt. Die Dimensionierung des Dephlegmators ist selbst bei maximaler Heizleistung ausreichend für die vollständige Rektifikation innerhalb der Kolonne.
Rohrsektion mit oder ohne Kupferfüllung:
Oberhalb der Verstärkungsböden befindet sich eine Rohrsektion mit 330 Kupferringen. (In einigen Ländern ist die Verwendung einer Kupferfüllung bei der einstufigen Destillation nicht zulässig. Für solche Fälle ist auch eine Ausführung ohne Kupferfüllung erhältlich.)
KATALYSATOR
Der Katalysator ist eine Kolonnensektion unterhalb des Dephlegmators, die 330 Kupferringe enthält. Diese ermöglichen die gewünschte chemische Reaktion mit den Alkoholdämpfen von Obst- und Getreidedestillaten. Die chemische Reaktion mit den Kupfermolekülen trägt dazu bei, die Aroma- und Geschmacksnoten der Destillate hervorzuheben.
Die gesamte Oberfläche der 330 Kupferringe entspricht der Innenfläche der Kolonne. Dadurch wird derselbe katalytische Effekt erzielt, als wäre die gesamte Kolonne aus Kupfer gefertigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Kupferringe durch Demontage des Katalysators leicht gereinigt werden können.
Kupfer ist bei der Herstellung von Obst- und Getreidedestillaten unverzichtbar!
ENDKÜHLER
Der aus dem Dephlegmator austretende Dampf mit hohem Alkoholgehalt gelangt über einen 1-Zoll-Überwurfanschluss in den Rohrbündel-Endkühler. Der Destillatdampf kondensiert im oberen Drittel des Kühlers und wird anschließend über die Oberfläche des Rohrbündels weiter abgekühlt.
Trotz seiner schlanken Bauweise übersteigt die maximale Leistung des Kühlers den erforderlichen Kühlbedarf.
ROTAMETER
Regulierventile:
Die manuellen geraden Ventile der Marke HERZ regulieren den Wasserfluss zum Endkühler, zum Pistorius-Gefäß und zum Dephlegmator.
Durchflussmesser (Rotameter):
Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den ordnungsgemäßen Betrieb der Kolonne ist die präzise Regulierung des Wasserflusses. Der im Rotameter befindliche Metall-Schwimmer steigt beim Öffnen des Ventils und sinkt beim Schließen. Der aktuelle Wasserdurchfluss kann auf der Skala in Litern pro Stunde abgelesen werden.
Die 100-Liter-Destillieranlage verfügt über 3 Durchflussmesser:
-Durchflussmesser des Dephlegmators
-Durchflussmesser des Endkühlers
PAPAGEIENSCHNABEL
Dieses Bauteil (Alkoholmessgefäß) ermöglicht die kontinuierliche Messung des Alkoholgehalts des auslaufenden Destillats während der Destillation.
ABLASSHAHN
Sicheres Ablassen:
Der um 90 Grad gedrehte Auslauf erfüllt eine wichtige Sicherheitsfunktion, da er verhindert, dass die heiße Maische beim Öffnen des Kugelhahns in einem horizontalen Strahl austritt.
Rückspül- (Spülfunktion):
Spül- und Kühlwasser können über einen ½-Zoll-Kugelhahn an den Auslauf angeschlossen werden, wodurch eine effektive Reinigung des Systems gewährleistet wird.
RÜCKSPÜLVENTIL
Die Rückspülung ist eine effektive und komfortable Methode, um die Kolonne und den Brennkessel sauber zu halten. Das Spülwasser entfernt Ablagerungen aus der vorherigen Destillation aus dem Inneren der Kolonne, sodass diese nicht mit der ersten Fraktion der nächsten Destillation vermischt werden.
FÜSSE
Die geschweißten Füße aus Edelstahl bestehen aus massiven, geschlossenen Profilen und Vollrundstahl und gewährleisten die Stabilität der 95-Liter-Pálinka-Brennanlage.
Die Füße können gekürzt werden, wenn die Raumhöhe nicht ausreicht. Die Höhe der Anlage beträgt 234 cm. Wir empfehlen in der Regel einen Abstand von mindestens 5 cm zwischen der Anlage und der Decke. Sollte die Anlage zu hoch sein, können die Füße um 15 cm gekürzt werden, wodurch sich die Gesamthöhe der Anlage auf 219 cm reduziert.
(Die Kürzung der Füße ist ohne Aufpreis möglich.)
DETAILLIERTE VORSTELLUNG DER TOTEM-BRENNANLAGE
Technische Informationen
Funktionsweise und konstruktive Vorteile unseres doppelwandigen Pálinka-Brennkessels
Sicher und anbrennsicher
- Der doppelwandige Kessel mit Wassermantel gilt als eine der besten Methoden, um ein Anbrennen der Maische bei der Pálinka-Herstellung zu verhindern.
- Der Druck im Mantelraum kann mithilfe eines Sicherheits- und Druckregelventils mit Federmechanismus auf maximal 0,5 bar ansteigen.
- Bei einem Druck von 0,5 bar liegt der Siedepunkt des Wassers bei maximal 110 °C. Somit kann auch die Temperatur der inneren Kesselwand, die mit der Maische in Kontakt steht, maximal 110 °C erreichen.
- Bei dieser Temperatur kann Fruchtmaische im Kessel nicht anbrennen. Die Temperatur der Maische kann bis auf etwa 100 °C ansteigen. Die Wärmeübertragung erfolgt gedämpft und indirekt.
- Selbst dickflüssiges Pflaumenmus nach Szatmár-Art brennt nicht im Kessel an.
Schnell und universell
- Damit die Kolonne optimal funktioniert, sorgt ein doppelwandiger Destillationskessel mit reduziertem Wasservolumen und kurzer Reaktionszeit für eine präzise regelbare Wärmezufuhr.
- Das reduzierte Wasservolumen besitzt eine geringe thermische Trägheit und reagiert schnell auf Änderungen der Heizleistung.
- Dank seiner vielseitigen Einsatzmöglichkeiten eignet sich der Kessel auch zum Bierbrauen, zur Herstellung von Getreidemaische und zum Einkochen von Marmelade.
Konstruktiv stabil und anbrennsicher
- Damit der Boden des Kessels – der konstruktiv am stärksten beanspruchte Bereich – dem Druck im Mantelraum zuverlässig standhält, verwenden wir einen flach gewölbten Kesselboden mit zentralem Ablauf. Dadurch werden Verformungen und Verwindungen vermieden, die bei einem flachen Boden durch den von innen wirkenden Druck selbst mit zusätzlichen Versteifungen langfristig nicht vollständig verhindert werden könnten. Als Besonderheit verfügt der Kessel über ein TÜV-zertifiziertes Sicherheits-Abblaseventil, das überschüssigen Druck im Mantelraum auch ohne manuellen Eingriff zuverlässig abbaut – entsprechend den geltenden Normen und Vorschriften.
- Da die Temperatur des Wassers und des darüber befindlichen Gleichgewichtsdampfes im Wassermantel bei einem Druck von 0,5 bar nicht über 110 °C steigen kann, brennen die eingefüllten Produkte wie Fruchtmaische, Marmeladengrundstoffe oder Getreide auch bei intensiver Beheizung nicht an.
Eigenschaften des Kessels
Material: AISI 304 / KO33 / W. Nr. 1.4301, hochlegierter Chrom-Nickel-Stahl, lebensmittelechter Edelstahl
Materialzusammensetzung: Der sogenannte 10/18-Edelstahl verdankt seine Bezeichnung seinem hohen Chrom- und Nickelgehalt. Der hohe Anteil an Chrom und Nickel verleiht dem Edelstahl seine besonderen Eigenschaften: Er ist beständig gegenüber Säuren in Lebensmitteln, rostfrei und lässt sich zu einer spiegelglatten Oberfläche polieren. Edelstahl ist äußerst robust, erfordert jedoch eine aufwendige Bearbeitung und spezielle Schweißverfahren.

Blechstärke: innerer Kessel 2 mm, äußerer Kessel 1,5 mm, Bodenbleche 2 mm
Bruttovolumen: 100 Liter
Füllvolumen: 80 Liter
Anbrennschutz: doppelwandiger Kessel, Betrieb bei niedrigem Druck (0,5 bar)
Wärmeübertragungsmedium im Mantelraum: Wasser, im Betrieb: Wasser-Wasserdampf
Reduzierter Wassermantel: Bei der Dimensionierung standen eine schnelle Aufheizung des Brennkessels und eine optimale Gestaltung der Wärmeübertragungsflächen im Mittelpunkt. Dadurch kann die Wärmeübertragung auch bei hoher Heizleistung dynamisch erfolgen. Über das Abblaseventil kann der Kessel entlüftet werden, wodurch eine noch effizientere, einer Dampfheizung ähnliche Wärmeübertragung erreicht wird.
Sicherheits-Federdruckventil: Ein TÜV-zertifiziertes, in Deutschland hergestelltes Federdruckventil begrenzt den maximalen Druck im Wassermantel auf 0,5 bar. Wenn während der Beheizung zu viel Wärme zugeführt wird oder sich die Wärmeübertragung verschlechtert, beispielsweise durch sehr dicke Maische oder das Fehlen eines Rührwerks, baut das Federdruckventil den überschüssigen Druck im Mantelraum ab und stellt den Druck wieder auf 0,5 bar ein.
Entlüftungs-Eckventil: Dieses aus Heizsystemen bekannte Sicherheitsventil mit hohem Durchfluss dient als zusätzliche, zweite Sicherheitseinrichtung. Über einen Drehknopf lässt sich das Ventil einfach öffnen, um den Kessel zu entlüften. Dadurch kann der Brennkessel schneller aufgeheizt und bei einer kombinierten Beheizung, beispielsweise Gas und elektrisch, die Heizleistung erhöht werden.
Vakuumventil: Nach dem Ende der Beheizung und Destillation beginnt der heiße Kessel abzukühlen. Durch den Temperaturabfall im Mantelraum kann ein Vakuum entstehen, das zu einer mechanischen Beschädigung oder Verformung des Kessels führen kann. Das Vakuumventil sorgt für einen Druckausgleich. Während der Kessel abkühlt, kann über das Vakuumventil Luft einströmen und den Druck ausgleichen.
Manometer des Mantelraums: Analoges Manometer, 0–1 bar. Für den Anwender ist es wichtig, über die Anzeigeinstrumente jederzeit Informationen über den aktuellen Zustand der Prozesse in der Pálinka-Brennanlage zu erhalten. Das Manometer zeigt den niedrigen Druck im Wassermantel an, der maximal 0,5 bar beträgt. Das Manometer ist für Temperaturen von 0–120 °C ausgelegt und dadurch deutlich langlebiger als nicht hitzebeständige Modelle.
Silikon-Niveaustandanzeige und Füll-/Ablasshahn: Ein dickwandiger, robuster Silikonschlauch zeigt den Flüssigkeitsstand im Mantelraum an. Dadurch lässt sich die korrekte Füllhöhe des Wassermantels kontrollieren. Der Füll- und Ablasshahn erfüllt die entsprechenden Funktionen und spielt unter anderem beim Frostschutz des Mantelraums eine wichtige Rolle.
Vollständig entleerbarer, gewölbter Innenboden: Eine Schwachstelle doppelwandiger Kessel sind der innere Mantel und der Boden. Bereits geringer Druck kann große Flächen verformen, was langfristig zu Rissen und strukturellen Schäden führen kann. Um dies zu vermeiden, fertigen wir den Innenkessel aus 2 mm starkem Blech und verwenden eine flach gewölbte, druckbeständige Form. Zusätzlich wird am Kesselhals ein Versteifungsring aus 8 mm massivem Vierkantstahl eingesetzt.
Der Rand des flach gewölbten Bodenblechs ist umgebördelt und lässt sich dadurch optimal mit einer Stumpfschweißnaht mit dem Kesselmantel verbinden. Entsprechend den Anforderungen der Edelstahlfertigung ist die Schweißnaht geschliffen und auf der Wurzelseite vollständig durchgeschweißt, ohne schwarze Durchbrennungen. Eine Ecknaht an der Verbindung zwischen Mantel und Boden ist konstruktiv nicht vorteilhaft.
Ablaufrohr: 76 mm Ablaufrohr mit Kugelhahn zum Ablassen der Maische.
Ablass-Kugelhahn: 2,5 Zoll, mit vergrößertem Durchflussquerschnitt und minimaler innerer Verengung.
Geschweißte Rohrgriffe: Für einen einfachen und sicheren Transport sowie die Mobilisierung des Kessels befinden sich am Kesselhals geschweißte Griffe. Die Rohrgriffe sind ergonomisch gestaltet und schneiden beim Anheben nicht in die Hände. Nach der Installation können die Griffe außerdem als Halterung für die Verbindung des Eprouvettengefäßes und des Maischethermometers verwendet werden.
Messing-Klappschrauben: Der Kupferdom wird mit 4 individuell gefertigten M12-Schrauben befestigt. Der Vorteil von Messing besteht darin, dass sich das Gewinde auch langfristig nicht festfrisst oder durch wiederholtes Anziehen und Lösen beschädigt wird.
Bakelit-Handmuttern mit Messingeinsatz: Mit den Handmuttern wird der Kupferdom am Kesselhals gegen die Dichtung gepresst. Der Bakelitteil erhitzt sich nicht und schützt den Anwender vor Verbrennungen durch versehentlichen Kontakt. Der Messingeinsatz verhindert, dass sich das Gewinde auch bei häufigem Öffnen und Schließen abnutzt oder festfrisst.
Sichere Verbindung zwischen Kupferdom und Kessel: Mit den Handmuttern und Klappschrauben lässt sich der Dom mit geringem Kraftaufwand sicher abdichten. Durch die präzise Anzahl und Anordnung der Befestigungspunkte – die erforderlichen Abstände zwischen den einzelnen Druckpunkten sind exakt dimensioniert – kann sich im Kessel kein gefährlicher Überdruck aufbauen. Es entsteht lediglich der für den korrekten Betrieb der Kolonne erforderliche Druck.
Abnehmbarer Kupferdom: Durch Lösen der Befestigungspunkte können Kupferdom und Kolonne vom Kessel abgenommen werden. Die abnehmbare Ausführung ist besonders praktisch bei der jährlichen Wartung und unerlässlich, wenn der Kessel für andere Zwecke verwendet werden soll, beispielsweise zum Einkochen von Marmelade.
3 Stück M14-Höhenverstellschrauben
Die Nivellierschrauben dienen dazu, den Halsbereich des Kessels waagerecht auszurichten. Dadurch steht die Pálinka-Brennanlage nach dem Aufsetzen des Kupferdoms senkrecht, was für gleichmäßige Flüssigkeitsstände in der Kolonne sorgt.
Am Boden befestigbare Fußplatten
Die Gesamthöhe der Anlage beträgt 237 cm. Daher müssen die Fußplatten bei der Installation am Boden befestigt werden, damit die Pálinka-Brennanlage standsicher ist.
Abnehmbarer Fuß
Die Kesselfüße sind über eine Schraubverbindung am Brennkessel befestigt und können bei Bedarf demontiert werden.
Massive Dreibeinkonstruktion
Geschweißte Edelstahlfüße aus massiven, geschlossenen Profilen und Vollrundstahl gewährleisten einen stabilen Stand der Pálinka-Brennanlage.
EPH-Anschlusspunkt
Ermöglicht den Anschluss an das System für den Potentialausgleich und dient dem Erdungs- und Berührungsschutz. Die entsprechenden Arbeiten daran werden von der Elektrofachkraft durchgeführt.
Kürzung der Füße bei unzureichender Raumhöhe
Die Gesamthöhe der Destillieranlage beträgt 237 cm. Wenn der für die Installation vorgesehene Raum nicht über eine ausreichende Deckenhöhe verfügt, empfehlen wir, die Anlage mit gekürzten Füßen zu bestellen.
Normalausführung (cm) | Mit gekürzten Füßen (cm) | |
Gesamthöhe | 237 | 222 |
Unterkante des Maischeablasshahns ab Bodenplatte | 35 | 20 |
Unterkante des Maischeablassbogens ab Bodenplatte | 29 | 14 |
Funktion während des Aufheizens
Durch Wärmeübertragung gelangt die Wärme aus dem Wassermantel schnell durch das Blech des Innenkessels, da Metalle gute Wärmeleiter sind. Die vom Innenkessel übertragene Wärme verteilt sich in der Maische ohne Rühren jedoch nur langsam. Die Wärme gelangt nur allmählich von der Kesselwand bis zum Mittelpunkt der eingefüllten Maische (Kerntemperatur). Aufgrund der entstehenden Temperaturunterschiede im Kessel und des fehlenden Rührens staut sich die Wärme in Wandnähe, wodurch sich der Aufheizvorgang verlangsamt. Die zusätzlich zugeführte Wärme kann von der Maische nicht ausreichend aufgenommen werden.
Wird das im Innenkessel befindliche Produkt mechanisch gerührt, führt die dadurch entstehende Wärmevermischung und der Wärmetransport (Konvektion) zu einer schnellen und dynamischen Erwärmung der Maische. Durch das Rühren werden die Temperaturunterschiede zwischen Kesselwand und Maische weitgehend ausgeglichen.
Während der Destillation
Zu Beginn der Destillation lässt sich ohne Rühren beobachten, dass sich im Innenkessel Temperaturunterschiede bilden. In der Nähe der Kesselwand ist die Maische heißer, während die Kerntemperatur niedriger bleibt. Daher beginnt das Sieden zunächst direkt an der Kesselwand. Der mittlere Bereich der Maische (Kern) beginnt erst später und weniger intensiv zu sieden als der Bereich an der Seitenwand, die teilweise durch Dampf beheizt wird.
Diese Erscheinung wirkt sich negativ auf den Destillationsprozess aus, da sich dieselben Komponenten (z. B. Vorlaufkomponenten) aufgrund der Temperaturunterschiede in der Maische zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus den einzelnen Bereichen lösen. Dadurch werden die Trennpunkte zwischen Vorlauf, Mittellauf und Nachlauf verzerrt, vermischt und verlängert. Ohne Rühren gehen während der Vorlaufphase wertvolle Aromastoffe verloren, gleichzeitig besteht das Risiko, dass säuerliche Nachlaufkomponenten früher in das Destillat gelangen. Außerdem ist die Destillationsgeschwindigkeit höher, wenn die Maische gleichmäßig durchmischt wird.
Das Rührwerk kann durch Lösen einer einzigen Schraube herausgenommen werden, sodass es beispielsweise beim Pasteurisieren von Marmelade nicht im Kessel verbleibt. Bei Verwendung des Rührwerks ist die Temperaturverteilung in der Maische homogen und der während der Destillation entstehende Dampfstrom gleichmäßig.
Getriebemotor des Rührwerks
Die Rührarbeit wird von einem geeigneten Getriebemotor mit hohem Drehmoment (230 V, 20–25 Newtonmeter) und einem robusten Rührblatt übernommen.
Rührblatt
Ein groß dimensioniertes, im geeigneten Winkel angebrachtes Rührblatt sorgt für eine optimale Durchmischung und Bewegung der eingefüllten Maische.
Abnehmbares Rührblatt
Der Schaft des Rührblatts ist über eine massive M16-Schraube mit der Antriebswelle des Motors verbunden. Dadurch kann das Rührblatt bei Bedarf gelöst und aus dem Kessel entfernt werden.
Stopfbuchse
Drehende Bauteile gehören zu den kritischen Bereichen jeder Maschine. In unserem Fall muss das Drehmoment der Motorantriebswelle durch den Kessel übertragen werden, ohne dass während der Drehbewegung der Welle Dampf oder Flüssigkeit austreten kann. Neben einer zuverlässigen Abdichtung muss die Dichtung den Anforderungen der Lebensmittelindustrie entsprechen. Die Abdichtung der rotierenden Motorwelle erfolgt über eine spezielle Rundgeflecht-Packung, die mit einem lebensmittelechten Schmier- und Dichtöl imprägniert ist.
Einsatzbereich: Da die Sonde direkt in den Maischebereich des Innenkessels hineinragt, lässt sich der Anstieg der Maischetemperatur während der Aufheizphase verfolgen. Dadurch ist erkennbar, wann sich die Maische dem Siedepunkt nähert.
Aktueller Siedepunkt: Aus der aktuellen Siedetemperatur der Maische lässt sich ableiten, wie viel Alkohol noch in der Maische enthalten ist, in welcher Phase der Destillation man sich befindet und wann die Destillation beendet werden kann.
Akustisches Signal: Ein Min./Max.-Warnton kann eingestellt werden. Das akustische Signal warnt, wenn sich die Maische dem Siedepunkt nähert (ab 90 °C). Der Siedepunkt wird auf dem Thermometer angezeigt und kann Rückschlüsse auf den Alkoholgehalt der Maische ermöglichen (z. B. 95 °C Siedepunkt bei einem Alkoholgehalt von 5 %). Wenn sich die Maischetemperatur dem Siedepunkt von Wasser nähert, kann die Destillation beendet werden, da der Alkoholgehalt dann bereits minimal ist.
Bierbrauen und Herstellung von Getreidemaische: Mit dem Maischethermometer lassen sich auch beim Bierbrauen sowie bei der Verzuckerung von Stärke die erforderlichen Temperaturbereiche und Rastzeiten manuell verfolgen.
Genauigkeit und Auflösung: Die typische Genauigkeit des Maischethermometers beträgt im für uns relevanten Temperaturbereich ±0,5 °C. Die Anzeigeauflösung beträgt 0,1 °C, sodass auch Temperaturen über 99 °C problemlos abgelesen werden können, die bei der Pálinka-Herstellung auf das Ende der Destillation hinweisen.
Aktualisierungsrate: Auch eine schnelle Aktualisierung der Messwerte ist besonders wichtig. Sowohl der angezeigte Wert des Kopftermometers als auch der des Maischethermometers wird einmal pro Sekunde aktualisiert.
Befestigung: Die Sonde wird im Dampfraum am oberen Punkt der Kolonne über eine speziell dafür vorgesehene Stopfbuchse befestigt. Die Edelstahlsonde lässt sich durch Anziehen der gerändelten Schraube von Hand fixieren. Eine lebensmittelechte Silikondichtung sorgt für eine zuverlässige Abdichtung. Dank der sicheren Abdichtung kann während der Pálinka-Herstellung kein Dampf entweichen. Gleichzeitig lässt sich die Sonde exakt an der Position fixieren, an der die für den Prozess relevante Temperatur gemessen werden soll.
Mindestfüllstand des Kessels: 25 Liter (diese Menge reicht bereits bis zur Höhe der Sonde des Maischethermometers).
Zweck: Der letzte Schritt eines Destillationszyklus ist das Ablassen der zurückbleibenden Schlempe aus dem Kessel, die nur noch einen minimalen Alkoholgehalt aufweist.
Sicheres Entleeren: Der um 90 Grad abgewinkelte Ablassbogen erfüllt eine wichtige Arbeitsschutzfunktion, da er verhindert, dass die heiße Schlempe beim Öffnen des Kugelhahns in einem horizontalen Strahl austritt.
An den Abfluss anschließbar: Für eine komfortable Nutzung empfiehlt es sich, den Ablassbogen direkt an einen Abfluss anzuschließen.
Rückspülfunktion: Über einen ½-Zoll-Kugelhahn können Spül- und Kühlwasser an den Ablassbogen angeschlossen werden.
Alkoholgehaltsmessung: Während der Pálinka-Herstellung messen wir den Alkoholgehalt des auslaufenden Destillats zur Orientierung. Die einfachste Methode zur Messung des Alkoholgehalts besteht darin, das Destillat aus dem Destillatauslauf kontinuierlich in ein Alkoholmessgefäß zu leiten.
Funktionsprinzip: Das aus dem Endkühler austretende Destillat wird senkrecht in das Rohr geleitet, in dem sich das Alkoholmeter befindet. Durch diese senkrechte Zuführung wird verhindert, dass der Volumenstrom des auslaufenden Destillats das Alkoholmeter mitreißt und dadurch deutlich anhebt, was zu einem Messfehler führen würde.
Alkoholmeter als Zubehör und Ersatz: Zum Epruvettengefäß liefern wir ein technisches Alkoholmeter mit einer Skala von 0–100 und stellen zusätzlich ein Ersatz-Alkoholmeter zur Verfügung.
Kupel
Materialqualität: sauerstofffreies Rotkupfer mit einem Kupfergehalt von mehr als 99,90 %.
Abnehmbarer Kupel: Durch Lösen der am oberen Teil des Kessels befestigten Messing-Klappschrauben kann der Kupel vollständig vom Kessel abgenommen werden und bildet ein eigenständiges Bauteil. Bei den meisten Pálinka-Brennkesseln ist der Kupel durch Schweißen oder auf andere Weise unlösbar mit dem Kessel verbunden. Der abnehmbare Kupel bietet einen erheblichen Vorteil, da die Innenfläche des Kessels bei der regelmäßigen Wartung vollständig zugänglich und leicht zu reinigen ist.
Dichtung zwischen Kupel und Kessel: Auf dem speziell für das Kesselhalsprofil angefertigten Rand wird ein lebensmittelechtes Silikonprofil angebracht, das zwischen dem nahezu horizontal auslaufenden Rand des Kupels und dem Kesselhals eine perfekte Abdichtung gewährleistet.
Materialstärke: 2 mm – innerhalb dieser Produktkategorie besonders stark ausgeführt.
Aromakatalyse: Rotkupfer trägt dazu bei, dass während der Destillation neue Aromastoffe entstehen. Eine ausreichend große Kupferoberfläche und ein ausreichender Kontakt zwischen Kupfer und Dampf sind erforderlich, um ein aromareiches Destillat zu erhalten.
Adsorption durch Rotkupfer: Aufgrund seiner oberflächenbindenden Eigenschaften kann Rotkupfer schädliche Bestandteile aus dem bei der Pálinka-Herstellung entstehenden Dampf binden (z. B. Schwefelverbindungen, Blausäure), wodurch ein reineres Destillat entsteht.
Robuste Konstruktion: Die gewölbte Form sorgt für eine hohe mechanische Stabilität. Der Rand ist L-förmig abgekantet und durch einen 8 mm starken Rand verstärkt.
Strukturelle Festigkeit: Rotkupfer ist ein „weiches Metall“, wird jedoch durch ein spezielles Bearbeitungsverfahren strukturell gehärtet, wodurch die erforderliche mechanische Stabilität gewährleistet wird.
Spannring: Am Rand befindet sich ein Spannring aus massivem Edelstahl-Flachstahl mit angeschweißten Spannlaschen. Der Ring ist abnehmbar und die Oberfläche lässt sich leicht reinigen.
Versteifungs- und Kolonnenanschlussflansch: Am verstärkten Halsbereich befindet sich ein speziell verschweißter Edelstahlflansch mit einer Stärke von 5 mm, der die Form des Rotkupels zusätzlich versteift. Dieser Flansch dient gleichzeitig als Anschluss für die Kolonne.
Einfülltür und Sichtfenster
Zweck: Reinigung des Kessels, Einfüllen der Maische und visuelle Kontrolle des Prozesses durch das Sichtfenster.
Aufschäumen: Ein typisches Problem bei der Pálinka-Herstellung ist, dass die Maische gelegentlich stark aufschäumt. Besonders schaumgefährdet sind Kirsch-, Süßkirsch- und Trestermaische sowie Weinhefe. Durch das Sichtfenster lässt sich die Schaumbildung frühzeitig erkennen und entsprechend in den Destillationsprozess eingreifen.
Nutzdurchmesser der Einfülltür: 120 mm
Bördelte Türöffnung: Am Kupel befindet sich eine individuell gefertigte, gebördelte Einfüllöffnung, die leicht zu reinigen ist. Auf die gebördelte und plan geschliffene Öffnung wird ein (!) 8 mm starker Edelstahlring mit einer kombinierten Kupfer-Edelstahl-Verbindung aufgeschweißt. An diesem Ring werden die Spannschrauben befestigt.
In die Tür integriertes Sichtfenster: Ein Sichtfenster mit einem Sichtdurchmesser von 76 mm ermöglicht die visuelle Kontrolle des Siedevorgangs im Kessel.
Messing-Spann-Klappschrauben: Der Türdeckel wird mit 2 individuell gefertigten M10-Schrauben befestigt. Der Vorteil der Messinggewinde besteht darin, dass sie auch langfristig nicht festfressen oder durch das wiederholte Anziehen und Lösen beschädigt werden.
Silikondichtung: Ein in einer Nut befestigter Silikonring mit D-Profil gewährleistet eine zuverlässige Dampfdichtigkeit.
Ergonomische Bakelit-Handmutter mit Messing-Gewindeeinsatz: Mithilfe der Handmuttern wird der Türdeckel über die Klappschrauben gegen die Dichtung am Kesselhals gepresst. Der Bakelitteil erhitzt sich nicht und schützt den Anwender vor Verbrennungen durch versehentlichen Kontakt. Der Messingeinsatz verhindert, dass sich das Gewinde auch nach zahlreichen Öffnungs- und Schließzyklen abnutzt oder festfrisst.
Griff: Ein mit einer Schraubverbindung befestigter Griff ermöglicht das sichere Abnehmen der Tür.
Der Trichter wird mithilfe der Handmuttern an der Einfüllöffnung des Kupels befestigt.
Die Stützlasche wird auf den Flansch der Einfüllöffnung aufgesetzt und hält den Trichter sicher. Dadurch kann ein Eimer oder Fass auf der dafür vorgesehenen Rundung abgestützt werden, sodass sich die Maische bequem in den Kessel einfüllen lässt.
Material: Edelstahl
Oberer Durchmesser: 350 mm
Unterer Durchmesser: 92 mm
Höhe: 252 mm
Kolonnendurchmesser: 114 mm
Material: lebensmittelechter Edelstahl
Demontierbare Kolonnensektionen: Die gesamte Kolonne kann zur Reinigung demontiert werden. Dies ist eine wichtige Eigenschaft, da die Destillieranlage regelmäßig gereinigt werden muss. Nach bestimmten Destillationsproblemen, beispielsweise starkem Aufschäumen der Maische, müssen die inneren Bauteile gründlich gespült werden. Im Inneren der Kolonne können sich fettige und ölige Destillationsrückstände ablagern. Bei Bodenkolonnen, deren Sektionen nicht demontierbar sind (verschweißte Kolonnensektionen), ist eine gründliche Reinigung praktisch nicht möglich.
Modulare Flanschverbindungen: Die einzelnen Kolonnensektionen werden durch Ringe (Flansche) miteinander verbunden, die mit Schrauben befestigt sind und eine Materialstärke von 5 mm aufweisen.
Silikondichtung: Zwischen den Flanschen befindet sich eine lebensmittelechte Silikondichtung mit Dichtlippe. Die Dichtlippe und die entsprechende Materialhärte gewährleisten eine perfekte, leckagefreie Abdichtung.
Anlaufstück: Verhindert, dass während des Siedens aus der Maische hochgeschleuderte Feststoffpartikel in den ersten Boden gelangen.
Sieb-Bodenkolonnensektion: Konstruktiv besteht sie aus einem Blech mit entsprechend dimensionierter Lochverteilung und einem Überlauf. Der Überlauf bestimmt die maximale Höhe des Flüssigkeitsstands auf dem Boden. Für die Herstellung von Obstbränden und Pálinka empfehlen wir ausschließlich Bodenkolonnen. Fakt(!): Nahezu alle professionellen Hersteller von Obstbränden, Pálinka und anderen aromatischen Spirituosen verwenden Bodenkolonnen.
Einige Vorteile von Bodenkolonnen:
stabiler Flüssigkeitsstand
schneller und effizienter Stoffaustausch durch erzwungene Strömung
regulierbarer Flüssigkeitsstand
korrekte Funktion durch Sichtfenster sichtbar
Fehler bei der Destillationsführung durch Sichtfenster ebenfalls erkennbar
an die jeweilige Destillationsfraktion angepasste Regelung möglich
einzelne Böden können deaktiviert werden
stufenlos regulierbarer Flüssigkeitsstand
Gebördelte Sichtfenster: Die 76-mm-Sichtfenster mit T-Stück-ähnlicher Konstruktion bieten eine hygienische und ästhetische Lösung. Ohne Sichtfenster ist eine sinnvolle Überwachung und entsprechende Regelung der Destillation nicht möglich. Hitzebeständiges Glas in Lebensmittelqualität und eine zum Profil passende Silikondichtung gewährleisten eine zuverlässige Abdichtung über die Flanschverbindungen.
Was durch die Sichtfenster beobachtet werden kann:
Dampfbildung beim Start der Destillation
Kolonnengleichgewicht
Refluxmenge
Höhe der Flüssigkeitsstände
Schaumbildung
Geschwindigkeit des Destillationsdampfes und Blasenbildung
eindrucksvolle Hintergrundbeleuchtung
Die Niveauregulierung mit Holzgriff erfüllt während der Destillation folgende Funktionen:
- Wir können während der Destillation aktiv in den Betrieb der Kolonne eingreifen.
- Je höher die Flüssigkeitsstände, desto stärker rektifiziert die Kolonne.
- Bei der Vorlaufabtrennung: Bei maximalen Flüssigkeitsständen kann eine kleine Menge hochkonzentrierter Vorlauf abgetrennt werden. Dadurch gehen durch eine verlängerte Vorlaufphase keine wertvollen Aromakomponenten verloren.
- Während der Mittellaufphase: Beim Sammeln des ersten Drittels des Mittellaufs lässt sich bei den meisten Früchten beobachten, dass hier der größte Teil der wertvollen Aromakomponenten übergeht. Durch das Absenken der Flüssigkeitsstände oder das Deaktivieren von 1–2 Böden können „schwerere“ geschmacksbildende Aromakomponenten durchgelassen werden.
- Vor der Nachlaufphase: Gegen Ende der Destillation können der noch aus der Maische gewinnbare Alkohol und die Aromakomponenten stärker konzentriert werden.
Funktion: Der korrekte Ablauf des Destillationsprozesses in der Kolonne kann durch die Sichtfenster beobachtet werden, wenn der Innenraum der Kolonne beleuchtet ist. Auf der Rückseite der Kolonne beleuchtet eine RGB-LED den Innenraum über Sichtfenster mit einem Durchmesser von 25 mm. Die Beleuchtung dient nicht nur ästhetischen Zwecken. Ohne zusätzliche Beleuchtung ist es deutlich schwieriger, den Destillationsprozess innerhalb der Kolonne zu verfolgen.
Effektvolle Hintergrundbeleuchtung: Hinter jedem Sichtfenster befinden sich drei LEDs. Die mittlere LED beleuchtet den Innenraum der Kolonne. Das Licht der oberen und unteren LED wird durch die polierten Bereiche der Kolonne gestreut. Dieser eindrucksvolle Lichteffekt ist ein echter Blickfang in jeder Destillerie.
Robuste Edelstahlabdeckung: Die individuell gebogene und an der Kolonne befestigte Abdeckung fügt sich optisch harmonisch in das Design der Anlage ein und bietet gleichzeitig einen zuverlässigen Schutz für die elektronischen Komponenten.
Individuelle RGB-LED-Farbe: Die Farbe der LED-Beleuchtung kann über das gesamte RGB-Farbspektrum verändert werden.
Fernbedienung: Über eine separate Fernbedienung lässt sich die Beleuchtung steuern. Zu den wichtigsten Funktionen gehören: Ein- und Ausschalten, Regulierung der Helligkeit, individuelle Farbmischung sowie die Auswahl der Grundfarben Blau, Grün und Rot.
Netzteil: Ein 12-Volt-Netzadapter ist im Lieferumfang enthalten und versorgt das LED-Panel über eine 220-Volt-Stromversorgung mit Energie. Hinter der Anlage sollte eine 220-V-Steckdose für den Anschluss des Adapters vorgesehen werden.
Rotkupferkatalysator und Füllmaterial zur Aromabildung und Adsorption (Details wie beim Kupel beschrieben). In der Füllkammer befinden sich 330 Kupferringe mit einer Gesamtoberfläche von nahezu 1 m². Ein Vorteil besteht darin, dass die Destillatkomponenten aufgrund des einstufigen Destillationsprozesses (Refluxbildung: Dampf–Flüssigkeit–Dampf) mehrfach mit der Rotkupferoberfläche in Kontakt kommen. Das Kupfer bindet unerwünschte Bestandteile und trägt zur Bildung neuer Destillationsaromen bei.
Kupfer ist in geeigneter Menge ein unverzichtbarer Bestandteil von Destillations- und Pálinka-Brennanlagen. Neben der Menge ist es entscheidend, eine möglichst hohe „Kontaktwahrscheinlichkeit“ zwischen dem Kupfer und dem Destillationsdampf zu gewährleisten. Eine der effektivsten Methoden hierfür ist die Verwendung einer Rotkupferfüllung.
Rohrbündel-Dephlegmator: Ein aktiver (wassergekühlter) Teilkondensator, der dafür sorgt, dass ein ausreichender Teil des in der Kolonne aufsteigenden Dampfes kondensiert und wieder in den flüssigen Zustand übergeht. Der im Dephlegmator kondensierte Dampf fällt zurück in die Kolonne. Dieses zurückfließende Kondensat wird als Reflux bezeichnet. Die richtige Menge und Temperatur des Refluxes aktiviert die Böden der Kolonne und ermöglicht den einstufigen Destillationsprozess. Wichtig ist, dass der Dephlegmator nur dann optimal funktioniert, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:
- Richtige Dimensionierung: Die Kühlfläche muss entsprechend dem durch die Kolonne strömenden Dampfvolumen ausgelegt sein. Unterdimensionierte Dephlegmatoren verbrauchen viel Wasser und lassen zu viele Komponenten „durch“.
- Mechanisch erzwungener Strömungsweg: Die Bestandteile des Destillationsdampfes dürfen die Kühlflächen des Dephlegmators nicht „umgehen“ können.
- Fehler durch Überdimensionierung: Bei einer Überdimensionierung gehen wertvolle Destillatkomponenten verloren.
- Präzise Regelung erforderlich: Selbst ein hochwertig konstruierter Dephlegmator kann nicht optimal arbeiten, wenn der Kühlmittelfluss nicht präzise kontrolliert werden kann und keine eindeutige Rückmeldung über den Prozess vorhanden ist.
- Gravitations-Dephlegmator: Es kondensieren diejenigen Komponenten, die aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften unter den jeweiligen Kühlbedingungen den Dephlegmator nicht passieren können. Neben der Kolonne angeordnete Dephlegmatoren arbeiten mit einem erzwungenen Rückfluss. Der Anwender bestimmt über ein Ventil, welcher Anteil des Destillats und in welcher Menge zur Kolonne zurückgeführt wird. Diese neben der Kolonne angeordneten Dephlegmatoren sind für industrielle Rektifikationsprozesse vorgesehen und werden für die Herstellung von Obstbränden nicht empfohlen.
Funktionsweise: Der am oberen Punkt der Kolonne austretende Dampf mit hohem Alkoholgehalt gelangt über einen 1"-Überwurfanschluss in den Endkühler. Der Destillatdampf kondensiert im oberen Drittel des Endkühlers (Übergang vom Dampf- in den flüssigen Zustand) und wird anschließend über die Oberfläche des Rohrbündels weiter abgekühlt.
Funktionsziele:
- vollständige Kondensation des Destillationsdampfes (ohne Verlust von Aromen und Bestandteilen)
- Abkühlung des Destillat-Kondensats auf unter 30 °C (zur Minimierung von Verdunstungsverlusten)
Durchschnittlicher Kühlwasserbedarf: 100–150 Liter pro Destillation bei einer Eintrittstemperatur des Kühlwassers von 15–20 °C
Großflächiges Rohrbündel: Gewährleistet, dass das Destillat vollständig kondensiert und über die Oberfläche des Rohrbündels abgekühlt wird.
Energieeffizienter Gegenstrombetrieb: Das Kühlwasser strömt im Gegenstrom zum Destillatdampf. Dadurch arbeitet der Endkühler mit einem geringen Wasserverbrauch. Hinsichtlich der Wärmeübertragung ist der Gegenstrombetrieb die effizienteste Methode.
Ausreichende Länge: Der Endkühler hat eine Gesamtlänge von nahezu 1 Meter. Dadurch steht dem kondensierten Destillatfilm ausreichend Zeit zur Verfügung, um beim Abwärtsströmen über das Rohrbündel abzukühlen.
Konstruktive Vorteile: Die große Wärmeübertragungsfläche, der Gegenstrombetrieb und die für diese Produktkategorie außergewöhnliche Länge sind konstruktive Vorteile, die einen geringen Kühlwasserverbrauch bei gleichzeitig optimaler Kühlleistung ermöglichen.
Vollständige Kondensation: Ein Nachteil kurzer Endkühler mit kleiner Kühlfläche besteht darin, dass wertvolle Aromakomponenten entweichen können. Wir verwenden einen nahezu 1 Meter langen Endkühler, um eine vollständige Kondensation, eine ausreichende Destillatkühlung und einen niedrigen Wasserverbrauch miteinander zu verbinden.
Keine Kupferoxid-Verunreinigung: Der Kühler besteht aus lebensmittelechtem Edelstahl. Nachdem der Destillatdampf im Endkühler kondensiert ist, wäre ein Kontakt mit Rotkupferoberflächen nachteilig, da Kupferverunreinigungen in das Destillat gelangen könnten. In größeren Mengen können diese eine bläulich-grünliche Verfärbung (Kupferbruch) verursachen.
Analoges Thermometer für die Austrittstemperatur des Kühlwassers: Das Thermometer befindet sich im oberen Viertel des Endkühlers und zeigt die Temperatur des erwärmten, austretenden Kühlwassers an. Liegt die Temperatur zu niedrig (unter 50 °C), kann die Kühlwassermenge (Volumenstrom) über den Rotameter reduziert werden. Liegt sie zu hoch (über 70 °C), gelangt nicht genügend Kühlwasser in den Kühler. In diesem Fall muss die Kühlwassermenge erhöht werden, damit das Destillat ausreichend gekühlt werden kann.
Funktion und Funktionsweise: In der Grundstellung fließt das Destillat durch den Hahn in Richtung des Auslaufrohrs. Wird der Hahn im Uhrzeigersinn bis zum Anschlag gedreht, wird der Weg zum Auslaufrohr geschlossen. Gleichzeitig gelangt Wasser vom Wasserzulauf-Verteiler in das System, strömt entgegen der normalen Fließrichtung durch die Kolonne, füllt den Kühler und gelangt anschließend über den Schwanenhals in die Kolonne.
Spülen der Kolonne: Zum Spülen der Kolonne wird Trinkwasser in entsprechender Qualität benötigt. Das Spülwasser entfernt Rückstände der vorherigen Destillation aus dem Inneren der Kolonne, sodass diese nicht mit dem ersten Destillatanteil der nächsten Destillation vermischt werden können.
Regulierventile: Über manuelle gerade Ventile der Marke HERZ lässt sich der Wasserfluss zum Dephlegmator, zum Pistorius-Boden und zum Endkühler regulieren. Die metallische Konusdichtung und das Feingewinde des Ventils ermöglichen eine präzise Einstellung des Wasserdurchflusses.
Schwebekörper-Durchflussmesser (Rotameter): Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den korrekten Betrieb der Kolonne ist die präzise Regulierung des Wasserflusses. Der Metall-Schwimmer im Rotameter steigt beim Öffnen des Ventils und sinkt beim Schließen des Ventils. Der aktuelle Wasserdurchfluss kann auf der Skala in Litern pro Stunde abgelesen werden. Ohne eine Rückmeldung über den Kühlwasserdurchfluss durch Rotameter oder ein vergleichbares System können weder das Gleichgewicht der Kolonne noch die optimale Wassermenge für den Endkühler eingestellt werden. Die Anlage lässt sich dann nicht korrekt manuell regeln.
Die Pálinka-Brennanlage verfügt über 3 Rotameter:
- Dephlegmator-Rotameter: unverzichtbar für die Einstellung der richtigen Refluxmenge, der Kopftemperatur und des Kolonnengleichgewichts
- Endkühler-Rotameter: gewährleistet die zuvor beschriebenen Funktionsziele des Endkühlers

| A | bain-marie-wasserbadkessel |
| B | kupferkuppel |
| C | rektifikationskolonne |
| D | 2 stück siebboden-t-stück |
| 1 | schwanenhals |
| 2 | wassergekühlter dephlegmator |
| 3 | digitales thermometer für den dephlegmator |
| 4 | kupferkatalysator |
| 5 | kupferfüllung |
| 6 | obere aromaregelung |
| 7 | mittlere aromaregelung |
| 8 | untere aromaregelung |
| 9 | einfülltür mit sichtfenster |
| 10 | handmutter mit klappschraube |
| 11 | kupferkuppel |
| 12 | 1"-überwurfanschluss |
| 13 | analoges thermometer für den endkühler |
| 14 | rohrbündelkühler |
| 15 | durchflussmesser für den dephlegmator |
| 16 | durchflussmesser für den endkühler |
| 17 | ventil des durchflussmessers für den dephlegmator |
| 18 | ventil des durchflussmessers für den endkühler |
| 19 | kühlwasser-sammel- und -verteiler |
| 20 | 3-wege-rückspülventil |
| 21 | destillatauslauf |
| 22 | antrieb |
| 23 | elektrischer rührmotor |
| 24 | digitales maischethermometer |
| 25 | alkoholmessgefäß |
| 26 | bypassventil des alkoholmessgefäßes |

| 27 | anschluss für die sonde des kopftemperaturmessers |
| 28 | led-beleuchtungspanel |
| 29 | lösbarer flansch für kolonne und kupel |
| 30 | sicherheitsventil 0,5 bar |
| 31 | handmutter der kupel |
| 32 | hebegriff |
| 33 | vakuumventil |
| 34 | sicherheits-ablassventil |
| 35 | abzugstutzen des kessels |
| 36 | tauchrohr für das bain-marie-system |
| 37 | wasserzulauf-/ablaufhahn |
| 38 | kesselfuß |
| 39 | erdungsanschluss |
| 40 | niveauregulierungsschraube |
| 41 | lösbarer flansch für den kupferkatalysator |
| 42 | oberer siebboden mit sichtfenster |
| 43 | mittlerer siebboden mit sichtfenster |
| 44 | unterer siebboden mit sichtfenster |
| 45 | anlauf-t-stück |
| 46 | auslauf des alkoholmessgefäßes |
| 47 | hitzebeständiges manometer 0–1 bar |
| 48 | 2,5"-ablasshahn |
| 49 | 76-mm-maischeauslauf |
| 50 | rückspülhahn |
| 51 | befestigbare füße |

| 52 | rechtes elektrisches heizelement |
| 53 | linkes elektrisches heizelement |
| D | 2 stück siebboden-t-stück |

| 54 | rührflügel |
| 55 | innenmantel des kessels |
| 56 | geprägte innere bodenplatte |
| 57 | wasserführung des innenkessels |
| 58 | außenmantel des kessels |
| 59 | mantel des gasbeheizten kessels |
| 60 | äußere bodenplatte |
WIR HELFEN DIR BEI DER AUSWAHL
Entscheidungshilfen
Modernste Technologie: Die meisten der besten kommerziellen Pálinka-Brennereien arbeiten mit der einstufigen Destillationstechnik. Das ist kein Zufall. Einstufige Destillationsanlagen zeichnen sich durch hervorragende Eigenschaften hinsichtlich Energieeffizienz, Regelbarkeit, Alkoholausbeute, maximaler Aromaextraktion und Erhaltung der primären Fruchtaromen aus.
Schnell! Destillationsgeschwindigkeit: Da die Destillation nur einmal durchgeführt werden muss, um die gewünschten destillationstechnischen Ziele zu erreichen, lässt sich im Vergleich zur klassischen Zweifach-Destillation erheblich Zeit sparen. Bei ausreichender Heizleistung dauert eine Destillation bei einer durchschnittlichen Maische (z. B. Apfel, Birne) typischerweise etwa 2 Stunden (eine Stunde Aufheizen – eine Stunde Destillation).
Höhere Anforderungen an Technik und Konstruktion:
Wenn eine Destillieranlage mit Verstärkerkolonne nicht mit den für die Steuerung der Destillation erforderlichen Regelarmaturen ausgestattet ist, können die gewünschten Destillationsergebnisse nicht vollständig erreicht werden.
Überrektifikation: Eine einstufige Pálinka-Brennanlage muss je nach Destillationsphase unterschiedlich geregelt werden. Wenn die Anlage nicht entsprechend der jeweiligen Destillationsphase reguliert werden kann, wird das Ziel einer maximalen Aromaextraktion beeinträchtigt und wertvolle Aromakomponenten können im fertigen Pálinka fehlen. Die meisten einstufigen Pálinka-Brennanlagen eignen sich „nur“ zur Aufkonzentrierung des Alkohols und können aufgrund konstruktiver und regelungstechnischer Defizite das Ziel einer maximalen Aromaextraktion nicht vollständig erfüllen. Wir empfehlen daher unbedingt eine Bodenkolonne (Sieb- oder Glockenbodenkolonne) mit regulierbarem Flüssigkeitsstand und einem entsprechend dimensionierten und regelbaren Dephlegmator.
Aromaverlust: Dies kann nur dann auftreten, wenn eine wie oben beschrieben falsch konstruierte einstufige Pálinka-Brennanlage gekauft wird. Mit einer gut konstruierten einstufigen Anlage, die vom Anwender korrekt geregelt wird, lassen sich außergewöhnlich hochwertige Destillate herstellen!
Minimale Aromaverluste: Da die Maische bei der einstufigen Pálinka-Herstellung nur einmal erhitzt werden muss, werden weniger empfindliche Aromastoffe durch thermische Zersetzung beeinträchtigt oder während der Destillation verloren. Dies trägt zur zunehmenden Verbreitung aromatischer einstufiger Destillate bei, die reich an primären Fruchtaromen sind.
Höherer Investitionsbedarf: Eine gut konzipierte Destillieranlage mit geeigneter Regelungstechnik und umfangreichen Funktionen ist in der Regel teurer als eine vergleichbare klassische Kupferbrennblase für die Zweifach-Destillation. Wichtig ist jedoch, die technische Ausstattung der Anlagen direkt miteinander zu vergleichen! Bei der klassischen Zweifach-Destillation werden nämlich (idealerweise) zwei Brennkessel benötigt – ein Rohbrandkessel und ein Feinbrandkessel –, die jeweils für den entsprechenden Destillationsprozess ausgelegt sein müssen. Unter diesen Umständen liegt der Preisvorteil bereits bei der einstufigen Pálinka-Brennanlage.
Einfache Nutzung und Bedienung: Dies gilt nur für entsprechend gut konstruierte Pálinka-Brennanlagen.
Mehrere Destillationstechniken können ausprobiert werden. Die Destillationstechnik kann gezielt auf die jeweilige Frucht abgestimmt und verschiedene Verfahren zur Pálinka-Herstellung können getestet werden.
Einstufig: Eine Befüllung, ein Aufheizen und eine Destillation.
Zweistufige erste Destillation (Maische-Destillation): Erste Destillation nach klassischer Kupferbrennblasen-Technik ohne Verwendung des Dephlegmators, bis ein Rohbrand (Vorlauf-/Rohdestillat) entsteht.
Klassische zweite Destillation: Das gewonnene Rohdestillat kann nach klassischer Kupferbrennblasen-Technik destilliert werden, wobei der Dephlegmator und die Böden deaktiviert werden.
Kombinierte zweite Destillation: Das gewonnene Rohdestillat kann auch unter Verwendung des Dephlegmators mit reduzierter Leistung destilliert werden.
Die Grundlage der einstufigen Destillation ist ein optimal dimensionierter, für den jeweiligen Zweck ausgewählter Boden und Dephlegmator sowie die präzise Regelbarkeit dieser Bauteile. Auf jedem Boden findet ein Stoffaustausch statt. Dabei steigt Dampf, der reich an leichter flüchtigen Komponenten (Vorlauf, Alkohol, Aromen) ist, nach oben, während schwerere Komponenten (Wasser, Nachlaufbestandteile) kondensieren und in die unteren Bereiche der Kolonne bzw. in den Kessel zurückfließen. Jeder Boden entspricht dabei einer eigenständigen Destillation.
Destillationszyklus: Funktionsablauf der einstufigen Pálinka-Herstellung:
Befüllen: Maximal 80 Liter Maische und Antischaumöl.
Rührwerk einschalten: Sorgt für schnelles Aufheizen und eine gleichmäßige Destillation.
Aufheizphase: Die Maische wird von ihrer Ausgangstemperatur typischerweise auf 90–95 °C bei maximaler Heizleistung erhitzt. Das Ende der Aufheizphase kann über das Maischethermometer verfolgt werden.
Siedepunkt: Die aktive Siedung wird mit reduzierter Heizleistung eingeleitet.
Kolonnengleichgewicht: Die präzise Regelbarkeit der Heizleistung und das Rotameter des Dephlegmators unterstützen den korrekten Betrieb der Kolonne. Elektrische Beheizung wird empfohlen.
Vorlauffraktion: Die Kühlwassermenge wird mithilfe des Regelventils und des Rotameters schrittweise reduziert, während die Reaktion des Kopftemperaturmessers beobachtet wird.
Mittellauffraktion: Der Mittellauf wird bei gleichmäßiger Dephlegmator-Kühlung und konstanter Heizleistung gesammelt.
Ende der Destillation: Der Nachlauf wird üblicherweise nicht gesammelt. Das Ende der Destillation wird durch das präzise Maischethermometer und die Veränderung der sensorischen Eigenschaften des auslaufenden Destillats angezeigt.
Rückspülung: Nach Abschluss der Destillation wird bei ausgeschalteter Heizung und nach dem Lösen der Einfülltür mit dem Spülen des Endkühlers und der gesamten Kolonne begonnen.
Verdünnen/Abkühlen der Maische: Durch die Einfülltür kann Kühl- und Verdünnungswasser zugegeben werden. Das Rührwerk sollte in dieser Phase noch nicht ausgeschaltet werden, da es eine gleichmäßige Entleerung unterstützt.
Entleeren: Nach dem Öffnen des Kugelhahns wird die im Kessel verbliebene Schlempe abgelassen. Über die Einfülltür kann der Kessel mit einem Wasserstrahl ausgespült werden. Die Entleerung sollte möglichst direkt in einen Abfluss erfolgen, wobei gleichzeitig die Rückspülfunktion des Ablassbogens genutzt werden kann.
Die Bedienung einer einstufigen Destillieranlage lässt sich innerhalb von 3–5 Destillationen erlernen und ist nicht komplizierter als der Betrieb einer klassischen Kupferbrennblase.
Wir unterstützen den Lernprozess über alle verfügbaren Kanäle.
Showroom
Bei der persönlichen Abholung der Anlage erklären wir die Funktionen der einzelnen Bauteile.
Bedienungsanleitung
Wir stellen eine ausführliche Bedienungsanleitung für die Destillieranlage zur Verfügung:
- Installation und Montage der Anlage
- Reinigungsdestillation und gründliche Reinigung der Bauteile
- Bauteile und ihre Funktionen
- Ablauf der Destillation Schritt für Schritt
Videomaterial
Demonstrationsdestillation
Mit unserer einstufigen Destillieranlage führen wir regelmäßig Demonstrationsdestillationen im Labor für Spirituosenherstellung auf dem Budapester Campus der Szent-István-Universität durch.
Einweisung vor Ort
Nach der Installation der gekauften Pálinka-Brennanlage besteht auch die Möglichkeit einer persönlichen Einweisung vor Ort.
Telefonische Unterstützung
Wenn während der Destillation weitere Fragen auftreten, helfen wir gerne über unsere Kundenservice-Hotline weiter.
Demonstrationsdestillation
Mit unserer einstufigen Destillieranlage führen wir regelmäßig Demonstrationsdestillationen im Labor für Spirituosenherstellung auf dem Budapester Campus der Ungarischen Universität für Agrar- und Biowissenschaften durch.
Unsere Interessenten lassen sich in zwei Hauptgruppen einteilen:
Sie möchten die Funktionsweise der Destillieranlage vor dem Kauf kennenlernen, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.
Sie haben die Destillieranlage bereits gekauft und möchten an einer gemeinsamen Destillation teilnehmen, bei der sie lernen, wie das Gerät richtig bedient wird.
Einweisung vor Ort
Die Anlage wird vom Eigentümer abgeholt oder von uns per Versand zugestellt.
Nach Abschluss des Anschlusses und der Installation der Anlage kommen wir zu einem vorher vereinbarten Termin vor Ort.
Am vom Eigentümer bereitgestellten Standort destillieren wir gemeinsam die erste Charge der eigenen Maische.
Wir vermitteln die Theorie und Praxis der einstufigen Destillationstechnik.
Wir besprechen die richtige Herstellung und Vorbereitung der Maische.
Wir vermitteln fachliche Kniffe und praktische Erfahrungen, mit denen sich anschließend einfach und schnell hochwertiger Pálinka herstellen lässt.
Mit dem nach der ersten Destillation erworbenen Wissen kann die Anlage sofort und sicher selbstständig verwendet werden – mit einem fundierten Verständnis der wichtigsten fachlichen und destillationstechnischen Zusammenhänge.
Preis: Individuelles Angebot
Konstruktive Elemente einstufiger Anlagen, die für eine professionelle Destillieranlage unverzichtbar sind:
- Gut regelbarer Kessel mit geringer thermischer Trägheit
- Kolonnensektion mit mindestens 3 Böden
- Möglichkeit zur Regulierung der Flüssigkeitsstände in den Kolonnensektionen
- Entsprechend dimensionierter wassergekühlter Dephlegmator (Luftkühlung ist nicht ausreichend)
- Gravitationsbasierte Rückführung des Refluxes (kein erzwungener Rückfluss)
Fehler einstufiger Pálinka-Brennanlagen und ihre Folgen:
FEHLER | FOLGE |
Kolonne, die nur aus einem Dephlegmator und einem Pistorius-Boden besteht: | Es finden keine ausreichenden Stoffaustausch- und Trennprozesse statt. Die Grenzen zwischen Vorlauf, Mittellauf und Nachlauf verschwimmen. Keine klare Trennung; es entstehen Destillate mit Vor- und Nachlaufanteilen. Die mehrfache Wasserkühlung ist nur schwer regelbar. |
Neben der Kolonne angeordneter Dephlegmator: | Die Trennung von Vorlauf, Mittellauf und Nachlauf wird vermischt. Es findet keine auf der Flüchtigkeit der Komponenten basierende Trennung statt, sondern eine mechanisch über ein Ventil erzwungene Rückführung. Überrektifikation durch den „kalten“ Reflux. Nur schwer und praktisch „blind“ regelbar. |
Ölbad-Kessel bei einstufiger Destillation: | Hohe thermische Trägheit, nicht präzise regelbar, häufiges Überfluten der Kolonne. Häufiges Anbrennen der Maische bei dynamischer Beheizung. |
Geringe Heizleistung (4–6 kW/100 l): | Langsamer als eine klassische Kupferbrennblase. |
Fehlende Regelarmaturen und Prozessanzeigen: | Unbrauchbare Anlage. |
Falsch konstruierter und dimensionierter Dephlegmator: | Unbrauchbare Anlage; eine stabile Einstellung des Kolonnengleichgewichts ist nicht möglich. |
FALLSTUDIE
Erfahrungen mit der destillation
maische |
aprikose |
das volumen der maische |
80 liter |
unverdünntes destillat |
4,8 liter, 84 % alkoholgehalt |
verdünntes destillat |
8,064 liter, 50 % alkoholgehalt aus 80 liter maische (10,08 liter aus 100 liter maische) |
12 kW elektrische heizung |
9 kW elektrische heizung |
20 kW gasheizung |
|
betriebszeit bei kaltem kessel |
45–50 minuten |
65–70 minuten | 105 minuten |
| Kopfabtrennung | 10 minuten | 10 minuten | 10 minuten |
Dauer der mittellauf-destillation |
60 minuten | 60 minuten | 60 minuten |
Gesamte betriebszeit |
2 stunden | 2 stunden 20 minuten | 2 stunden 55 minuten |
die auslaufgeschwindigkeit des destillats |
minuten/liter |
die ersten 3 liter |
8–12 minuten/liter |
der 4. liter |
14 minuten/liter |
der letzte destillationsabschnitt |
8 minuten/liter |
| stromverbrauch | 19 kW/destillation |
21 kW/destillation |
|
| gasverbrauch | 3,5 kg | ||
berechneter energiepreis |
0,13 EUR/kW |
0,13 EUR/kW | 2,9 EUR/11-kg-gasflasche |
energiekosten |
2,45 EUR | 2,70 EUR | 4,10 EUR |
wasserverbrauch des dephlegmators |
110 liter | 110 liter | 110 liter |
wasserverbrauch des endkühlers |
30 liter | 30 liter | 30 liter |
gesamter wasserverbrauch / zyklus |
140 liter | 140 liter | 140 liter |
kosten für kühlwasser |
2,25 EUR / m3 | 2,25 EUR / m3 | 2,25 EUR / m3 |
kosten des wasserverbrauchs / zyklus |
0,31 EUR | 0,31 EUR | 0,31 EUR |
gesamtkosten |
2,77 EUR | 3 EUR | 4,40 EUR |
kosten pro liter alkoholgetränk |
0,34 EUR | 0,37 EUR | 0,55 EUR |
wodka / whisky |
obstbrand |
Gin | |
| art der maische | getreidemaische |
zwetschgenmaische |
alkohol + kräuter und gewürze |
füllvolumen |
80 liter | 80 liter | 80 liter |
alkoholgehalt der maische |
14% | 6% | 40% |
dauer einer destillation |
3–4 stunden |
2 stunden |
6–7 stunden |
produktion |
22,4 liter (40 % vol.) |
9,6 liter (40 % vol.) |
72 liter (40 % vol.) |
tagesproduktion |
62,7 liter (3 destillationen) |
38,4 liter (4 destillationen) |
72 liter (1 destillation) |
wochenproduktion |
336 liter | 192 liter | 360 liter |
monatsproduktion |
1411 liter | 806 liter | 1512 liter |
| jahresproduktion | 16934 liter | 9676 liter | 18144 liter |
kosten pro destillation |
3,86 EUR | 2,77 EUR | 4,54 EUR |
kosten pro liter spirituose |
0,17 EUR | 0,29 EUR | 0,06 EUR |
WEITERE BILDER
Galerie
DIEJENIGEN, DIE SICH BEREITS FÜR TOTEM ENTSCHIEDEN HABEN
Referenzen
Leipziger Spirituosen Manufaktur
DEUTSCHLAND
Die Leipziger Spirituosen Manufaktur ist eine handwerkliche Destillerie in Deutschland, in der traditionelle Destillationstechniken mit einem modernen Ansatz verbunden werden. Ihre Gins und Destillate mit einzigartigen Aromen stehen für Qualität und Individualität.

Graul Spirituosen
DEUTSCHLAND
Graul Spirituosen ist eine deutsche handwerkliche Destillerie, in der traditionelle Destillationstechniken auf einen modernen Ansatz treffen. Ihre Spirituosen zeichnen sich durch ein klares Aromaprofil, Präzision und hervorragende Qualität aus.

Gin Werkstatt
DEUTSCHLAND
„Ich empfehle die TOTEM 95L Destillieranlage mit gutem Gewissen. Mit dieser Anlage stelle ich in Esslingen bei Stuttgart Gin her und habe damit bei der Craft Spirits Berlin 2024 eine Goldmedaille sowie die Auszeichnung „Best in Class“ gewonnen – diese kleineren und preisgünstigeren Anlagen ermöglichen also ebenfalls die Herstellung von hervorragendem Gin.“

Harzer Edelbrand Manufaktur
DEUTSCHLAND
Heute steht die Harzer Edelbrand Manufaktur für Leidenschaft, Ambition und das Bestreben, Tradition und Natur zu verbinden, um etwas Neues, Besonderes und vor allem regional Wertvolles zu schaffen.












